182. Verletztes Maskulinum, Mann-Kind, Nice Guy… Die spezifischen Wunden des Maskulinums und wie sie dein Liebesleben beeinflussen
Eine Dekonstruktion des Mann-Frau-Verhaeltnisses, die den Platz des Mannes aufruettelt
Jahrzehnte eines abwesenden Vaters, wenig in der Kindererziehung involviert
- Entweder wirst du sein Modell ablehnen und mehr feminine (Yin-) Energie in dir kultivieren, um dich „so weit wie moeglich“ von seinem Modell zu entfernen: das ist oft das Muster des „Nice Guy“, des Netten, der sensiblen Person, die sich sehr gut mit Maedchen versteht und oft viele Freundinnen hat. In Liebesbeziehungen wirst du dazu neigen, entweder in der Friendzone zu bleiben oder Frauen anzuziehen, die dazu neigen, dominanter zu sein (maennliche (Yang-) Energie), und es wird herausfordernder sein, dich in Beziehungen zu behaupten (deine eigene Autoritaet zu nutzen).
- Oder du wirst sein Modell uebernehmen, weil du denkst, es ist das „einzige Modell, das funktioniert“: aeusserlich wirst du das Alpha-Maennchen-Profil annehmen, aber innen wirst du im Kampf sein, im inneren Konflikt mit diesem Maskulinum, das du kopierst und das dich gleichzeitig als Kind leiden liess. Dies zeigt sich hauptsaechlich in der Gewalt deines inneren Dialogs, wenn du dich schwach fuehlst, wenn du nicht performst. Es ist, als waere die Stimme deines Vaters deine eigene Stimme geworden. In Beziehungen fuehrt das oft zu einem Mangel an Empathie gegenueber Zerbrechlichkeit und Verletzlichkeit, einem Beduerfnis, in Beziehungen in der Machtstellung zu sein, zu „dominieren“/zu kontrollieren, und einem Wunsch, Intimitaet zu fliehen.
Jahrzehnte gegenderter Rollenverteilung
- Du kannst „das Madonna-Hure-Syndrom“ haben, d.h. Schwierigkeiten, deine Frau zu begehren, wenn sie Mutter wird.
- Wenn du gesehen hast, wie sich dein Vater „fuer seine Familie zu Tode gearbeitet hat“, kann es sein, dass du Bindung in der Liebe vermeiden willst, um diese Last nicht tragen zu muessen.
- Wenn du in einem klassischen patriarchalen Modell aufgewachsen bist, kannst du in dieses Modell zurueckfallen, sobald das Paar etabliert ist, waehrend du dich in der Dating-Phase anders verhalten hast.
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Deine Beziehung zur ersten Frau in deinem Leben: deiner Mutter
- Wenn du eine sichere und stabile Bindung zu deiner Mutter gespuert hast, wirst du leicht in Verbindung mit anderen Frauen treten koennen und dich gehoert und vertrauensvoll fuehlen.
- Wenn du das Lieblingskind deiner Mutter warst, kannst du dazu neigen, dasselbe in Beziehungen zu erwarten und die Rolle des Mann-Kindes einzunehmen.
- Wenn die Beziehung zu deiner Mutter konfliktuell war, wenn du das Gefuehl hast, dass deine Mutter dich unterdrueckt, manipuliert oder kontrollieren wollte, kannst du Schwierigkeiten haben, dich mit dem Femininen einzulassen, weil das Feminine instabil und gefaehrlich ist.
Deine Beziehung zu anderen Maennern
- Wenn du in der Kindheit viel von anderen Jungen verspottet oder gemobbt wurdest, kannst du
- entweder in das Maskulinum kippen, das Rache will und Erfolg braucht, um anderen zu zeigen, dass sie Unrecht hatten. In Beziehungen kannst du viele Frauen ansammeln wollen, um zu zeigen, dass du attraktiv bist, um deinen „Wert“ anderen Maennern gegenueber zu zeigen.
- oder diese Position akzeptieren und den Wettbewerb mit anderen Maennern so weit wie moeglich vermeiden. In der Liebe zeigt sich das darin, dass du dich nicht traust, auf Partner zuzugehen, die dir wirklich gefallen, weil du denkst, weniger Chancen als andere zu haben.
- Wenn du sehr stark in einem maennlichen Umfeld mit wenigen Freundinnen eingetaucht warst, kannst du es vorziehen, den Wettbewerbs-/Vergleichsmodus mit deiner Partnerin anzunehmen statt in die Verbindung einzutreten. Es stoert dich, wenn deine Partnerin mehr verdient, intelligenter, attraktiver oder beliebter ist, als ob das deinen eigenen Wert mindert.
- Bindungsstile (Episode 89)
- Die 5 Wunden von Lise Bourbeau (Episoden 14 bis 18)
- Die 4 Kategorien von Liebesmustern (Episode 153)
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Sandy Kaufmann
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